Fehlersuche – aber richtig
Meine Kollege Thomas Sachs aus Schwerin hat einen Interessanten Blog Artikel zum Thema Fehlersuche am PC geschrieben.
Hier der Artikel von Thomas:
Sofort checken: Was bremst Ihren PC?
So titelt die neueste Ausgabe der “Chip” 09/2009. “Der Rechner lahmt oder streikt komplett? Unser Lösungsguide zeigt, wie Sie ihn auch ohne Informatikstudium wieder flottmachen. Check- und Repair-Tools auf der Heft-CD/DVD!” verspricht die Redaktion in diesem Heft. Schaun wir uns den Lösungsplan der Fachredakteure einmal genauer an.

Nach genau diesem Schema gehen auch die Techniker von PC SPEZIALIST bei der Fehlersuche und -behebung vor. Wer sich nach dieser Empfehlung bis zum Schluss vorarbeitetet hat mit großer Sicherheit den Fehler ausgemacht und je nach Schwere auch behoben. Sicher ist dafür kein Informatikstudium von nöten, es werden ja nur simpel Bauteile getauscht, aber eine gehörige Portion Grundhardwareverständnis und vor allem Erfahrung sind sicher wertvoll.
Nur zwei kleine Beispiele: Die Chip-Redaktion empfiehlt zur Netzteildiagnose einen ATX Netzteiltester (ab 15 Euro bei uns erhältlich) um das Bauteil zu prüfen. Auch unsere Techniker setzen diesen ein, aber es kommt gerade bei billigeren Netzteilen immer wieder vor, dass sie im Ruhezustand ohne Last normal arbeiten, aber unter Belastung dann für unerklärliche Fehler und Abstürze verantworlich sind. Hier hilft nur ein kompletter Austausch des Netzteils. Zum Prüfen hat die Werkstatt immer ein starkes Markennetzteil zur Hand.
Beispiel zwei: Zuallererst steht die Frage: “Müssen Daten gesichert werden?”. Ganz richtig geht auch der “Chip” Artikel zuerst auf dieses Thema ein. Dafür gibt es verschiedene Vorgehensweisen je nach Zustand des Rechners. Solange der Rechner noch startet, ist es relativ einfach an die Daten ran zu kommen. Rührt sich das System aber überhaupt nicht mehr ist es schon schwerer. Dazu müssen Sie die Festplatte ausbauen und entweder in ein anderes Rechnersystem einbauen oder sie per USB Adapter (ab 9,90 Euro bei uns erhältlich) an ein Notebook oder PC anschließen. Ab hier beginnt der knifflige Teil, wüssten Sie, an was sie alles denken müssen, wenn es um Datensicherung geht? E-Mails, Bankprogrammdaten, Fotos, Musik, Filme, Dokumente, Internetfavoriten, etc.? Und vor allem wissen Sie, wo nach Sie suchen müssen? Je nach verwendetem Mailprogramm liegen die Daten zum Beispiel entweder in gut versteckten Ordnern oder im besten Fall auf dem Server des Providers. Gut wenn man sich dabei auf die Erfahrung unserer Techniker verlassen kann, die je nach Wunsch die Daten auf CD/DVD, externe Festplatte oder ganz sicher auf unseren Datenserver (mit Spiegelung und Notstromversorgung) retten.
Allein an diesen Beispielen wird deutlich, das es fast nur Sinn macht Fehler selber zu beheben, wenn man bereits einige Erfahrung mit der Materie hat und vor allem einiges an Zeit übrig hat. Zudem kommt auch ein ansehnlicher Vorrat an Prüfsoftware (gut für die Leser der Chip, die Redaktion hat eine sehr gute Sammlung an nützlichen Tools und Programmen auf die aktuelle Heft CD gebracht!) und eine nicht zu verachtende Anzahl an Werkzeugen, Diagnosetools und auch Austauschhardware, die man vor Ort haben sollte. Unsere Werkstatt bietet all das. Besonders Ersatzteile sind für fast jeden Problemfall auf Lager oder können binnen eines Werktages bestellt werden.
Welcher Normalanwender hat denn gleich seinen PC in doppelter Ausführung zu Hause? Hat man für ältere Rechner manchmal noch alte Teile in der Bastelkiste, so sucht man für neuere Geräte besonders Notebooks oft vergebens .
Wer an dieser Stelle schon genug gelesen hat, dem empfehle ich im Havariefall lieber den Gang zum nächsten PC SPEZIALISTEN. Dort wird für nur 39 Euro pauschal nach dem Fehler gesucht. In Abhängigkeit vom festgestelltem Problem können dann aber weitere Kosten zur Behebung hinzu kommen. Allerdings wissen wir genau was ein neuer Rechner oder ein neues Notebook kostet – eine wirtschaftliche Betrachtung der Fehlerbeseitigung wird bei uns immer mit vorgenommen.
Das sollten auch die Redakteure der Chip Ihren Lesern nicht vorenthalten, denn die im Artikel aufgeführten Preise (20 Euro USB Adapter zum Anschließen einer Festplatte + 15 Euro Netzteiltester + 50 Euro Mainboard-diagnosekarte) sind zusammen schon 85 Euro zuzüglich der Hardware, die ersetzt werden muss (ca 20 – 200 Euro je nach Fehler) und in manchen Fällen nur noch gebraucht zu beschaffen ist (z.B. ältere Prozessoren, dazu zählen auch Sockel 939 AMD Prozessoren, die teilweise erst ein Jahr alt sind). Damit kommt man ganz schnell auf die Kosten für ein komplett neues System – bei uns ab 249 Euro erhältlich. Vollwertige Notebooks mit Brenner und 15? Display gibt es bei uns ab 369 Euro zu kaufen. All das haben unsere Techniker im Hinterkopf, wenn sie Ihr System zur Fehlerprüfung vor sich haben. Bei uns bezahlt niemand mehr als die 39 Euro zur Prüfung, wenn es sich nicht mehr lohnt.
Und das wichtigste meiner Meinung nach ist, sich zu fragen, ob die Zeit zur Fehlersuche nicht sinnvoller genutzt werden kann. Andererseits gibt es auch technikbegeisterte Hobbyschrauber mit viel Erfahrung, die das ganze als sportliche Herausforderung annehmen! Wer wohl der Sieger bleibt, der Fehlerteufel oder der Mensch?